Das Königreich der Goldenen Liebe

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Location: Hanau, die Brüder-Grimm-Stadt, Hessen, Germany

Ich bin "eine Flöte durch deren Herz sich das Flüstern der Stunden in Musik verwandelt." Khalil Gibran

Thursday, November 01, 2012

Das litt es alles geduldig - Das Lämmchen und das Fischchen

Die Macht der Sanftmut und der Geduld


"Da ging der Koch hin und holte das Lämmchen und führte es in die Küche und band ihm die Füßchen, das litt es alles geduldig."

Was rettete das Lämmchen vor dem unmittelbaren Tod und führte dann endlich zur endgültigen Erlösung der beiden Kinder?

Das Lämmchen litt alles geduldig, wie jedes andere Lämmchen. Doch es verleugnete seine königliche Natur nicht und gebrauchte seine Gabe des Sprechens, das weckte die Aufmerksamkeit des Kochs und rettete letzendlich beiden Kindern das Leben.

Monday, October 29, 2012

Das Sterntaler Mädchen


Ich beneide sie ganz aufrichtig, aber nicht um die Sterntaler - oder nicht nur darum - sondern eher um ihre Tugenden und um ihr "Vertrauen auf den lieben Gott".

Ich kann mich ganz genau an die seltenen Augenblicke in meinem Leben erinnern, als ich ein solches Vertrauen in mir gespürt habe und ich kann mit absoluter Sicherheit sagen, nichts ist mir wünschenswerter als das.

Friday, October 19, 2012

Der Teufel

Ich glaube nicht, dass es den Teufel wirklich gibt.
Aber wir brauchen ihn. Wir brauchen ihn, um unsere eigene Unschuld wahrnehmen zu können. Eine Unschuld, an die wir sonst nicht wirklich glauben könnten.
Es fasziniert mich, wie fein die Unterschiede sind. Wir wissen um unsere Unschuld, um die Vollkommenheit unserer Seele - und doch fühlen wir uns schuldig und sind bereit, dafür zu büßen. Aber um irgendwie weiter leben zu können, brauchen wir einen anderen, der für unser Versagen verantwortlich ist. Unser Bruder, unser Nachbar oder - eben der Teufel.
Letzendlich auch eine Art Engel.

Thursday, October 04, 2012

Die ganze Welt soll es erfahren!



Eine ganz alltägliche Begebenheit im Leben des Schneiderleins – die Fliegen setzen sich auf sein Frühstücksbrot und er haut sie mit einem Lappen tot.
Er weiß sich zu helfen, wenn er es grad braucht und kommt dadurch in Kontakt mit seiner eigenen Tapferkeit. Und weil er ein königliches Herz hat, versteht er sich darauf, sich selbst zu schätzen, mit einer gesunden und unverfälschten Bewunderung:

»Bist du so ein Kerl ?« sprach er und mußte selbst seine Tapferkeit bewundern, »das soll die ganze Stadt erfahren.«

Doch gleich wird ihm bewußt, dass er zu Höherem berufen ist. Ein königliches Herz fühlt sich zu großen Taten berufen, ein königliches Herz weiß, es lebt nicht nur für sich selbst und nicht nur für die eigene Familie, für die eigene Stadt, sondern für die ganze Welt.

»Ei was Stadt !« sprach er weiter, »die ganze Welt solls erfahren !«

Was ich wunderschön finde ist, dass er ganz selbstverständlich das richtige und passende Mittel findet, um seine Tapferkeit der Welt zu verkünden. Er bedient sich der Mittel die ihm zur Verfügung stehen und setzt seine Fertigkeiten ein:

Und in der Hast schnitt sich das Schneiderlein einen Gürtel, nähte ihn und stickte mit großen Buchstaben darauf »Siebene auf einen Streich !«

Er weiß instinktiv, dass es nicht nötig wäre, "sieben Fliegen" zu schreiben. Denn darum geht es nicht, ob es sieben Fliegen oder sieben Drachen waren. Wie schön, dass sein Verstand ihn nicht daran zweifeln läßt. Denn sein königliches Herz ahnt schon, was für wundervolle Taten er letztendlich vollbringen wird:

"...und sein Herz wackelte ihm vor Freude wie ein Lämmerschwänzchen."

Mein lieber Freund, mein Schneiderlein! Diese unschuldige und kindliche Freude über die eigene Tapferkeit, über die eigenen Fähigkeiten und über die bevorstehenden Heldentaten, diese möchte ich von dir erlernen!

Hilf mir, Mutter der Winde!


Ein königliches Herz bittet um Hilfe,
wenn es Hilfe braucht.
Es ist weder zu scheu, noch zu stolz, noch zu verzweifelt,
um es zu tun.
Ein königliches Herz bittet um Hilfe,
weil es weiß, dass Hilfe unterwegs ist.
Ein königliches Herz bittet um Hilfe,
weil es weiß, dass es niemals zu spät ist.

Monday, October 01, 2012

Das tapfere Schneiderlein und die Freude an der Arbeit



Ich liebe Montage! Sie sind für mich das Zeichen eines neuen Anfangs. Und ich liebe den Oktober, weil er sich so wunderbar darauf versteht, alles in Gold zu verwandeln...

Heute lerne ich von dem tapferen Schneiderlein. Ich lerne von einem, der ein königliches Herz und ein königliches Gemüt hat, was sich letzendlich auch bestätigt, denn mit diesen Worten endet das Märchen: „Also war und blieb das Schneiderlein sein Lebtag König.“

"An einem Sommermorgen saß ein Schneiderlein auf seinemTisch am Fenster,war guter Dinge und nähte aus Leibeskräften."

Frühmorgens an die Arbeit gehn und das eigene Handwerk tun, es aus Leibeskräften, von ganzem Herzen tun und dabei guter Dinge sein. Das ist das Geheimnis des Glücks. Welch ein Unterschied zu der Bauersfrau, die zwar auch ihr Handwerk tut, aber in ihrer Unzufriedenheit ärgerlich und brummig fortgeht, ohne daran zu denken, dass sie eigentlich etwas von ihrer Ware verkauft hatte und daran verdient hatte. Viel oder wenig, das ist relativ.

Noch zwei weitere Beobachtungen, die mir zur Zeit sehr am Herzen liegen, da ich gerade dabei bin, meine Berufung und mein Handwerk besser zu verstehen, sowie auch meine Rolle inmitten der Gemeinschaft in der ich lebe.
Wenn ein anderer etwas zu verkaufen hat, klingt das dem Schneiderlein lieblich in den Ohren. Er freut sich darüber. Egal wie viel oder wie wenig er sich leisten kann, er kauft mit Freuden, und und gönnt der Verkäuferin ihren Gewinn: »Hier herauf, liebe Frau, hier wird sie ihre Ware los.«
Er prüft die Ware und wertschätzt sie und schämt sich nicht dafür, dass er nur wenig kaufen kann. Warum auch? Er kauft genauso viel wie viel er sich leisten kann und wie viel er gerade braucht. Das Zeichen eines ganz gesunden und ausgeglichenen Selbstvertrauens.

»Nun, das Mus soll mir Gott gesegnen, «rief das Schneiderlein,»und soll mir Kraft und Stärke geben«.

Sich dessen erfreuen, was man grade hat, Gott um den Segen zu bitten, im Vertrauen, dass es einem Kraft und Stärke gibt. Kein einziger Gedanke darüber, ob das Mus zuviel Zucker enthält, ob die zerkochten Pflaumen noch irgendeinen Nährwert haben. Keine Zweifel über das was grade da ist. Reinste Lebensfreude, Zufriedenheit und Dankbarkeit.

»Das wird nicht bitter schmecken,« sprach er, »aber erst will ich den Wams fertig machen, eh ich anbeiße.«
 
Er muss es nicht tun, denn er ist sein eigener Herr, also selbstständig, so wie ich, aber er will es so. Und die Vorfreude auf die Belohnung beflügelt seine Arbeit.

Noch ein Gedanke zum Kaufen und Verkaufen. Ein königliches Herz sieht immer den Vorteil, nicht nur für sich selbst, sondern auch für die anderen. Ein königliches Herz gönnt jedem seinen Erfolg und beteiligt sich gerne am Kaufen und Verkaufen, am Geben und Empfangen, weil es weiß, dass alles frei fließen muss.

Kein Wunder, dass er guter Dinge ist. Er lächelt dem Leben zu, so lächelt es zurück.

Saturday, September 29, 2012

Der eigene Vorteil - Hans im Glück

Ein königliches Herz sucht nicht in jeder Situation seinen Vorteil,
ein königliches Herz erkennt in jeder Lage seinen Vorteil.
Und den Alass zur Dankbarkeit und zum Glücklichsein.

" ...und Hans fieng an von seinem Glück zu erzählen und wie er immer so vortheilhaft getauscht hätte."

Thursday, September 27, 2012

Herz, was verlangst du mehr? - Hans im Glück


Als ich mein erstes eigenes Grimm-Märchenbuch hatte - ein großes dickes Buch in dem alle Märchen in ihrer Originalform enthalten waren - war ich dem Alter nach noch ein Kind, aber im Herzen schon erwachsen. Ich kann mich ganz gut daran erinnern, dass mir zu der Zeit Märchen wie Hans im Glück ein ungutes Gefühl vermittelten. Ein lähmendes Gefühl von Ungeborgensein. Eine drohende Vorahnung lauernder Enttäuschungen.
Zum Glück hat mein innerliches Erwachsensein nicht lange gedauert. Nach ein paar Jahren schon hatte ich das Kind in mir wiedergefunden und seitdem betrachte ich die Welt mit kindlichen Augen und mit einem königlichen Verstehen.

Und so ist auch Hans im Glück zu meinem Freund und Liebling geworden. Ein Freund, auf den ich mich verlassen kann und bei dem ich mir manches abgucken kann. Denn ich habe es längst erkannt, welcher der eingize Wunsch ist, der in all unseren anderen Wünschen verborgen ist - der Wunsch, glücklich zu sein.

Soll ich mich seiner schämen, weil er so einfältig zu sein scheint und immer wieder ein schlechtes Geschäft macht?
Nein, ganz im Gegenteil. Ich bewundere ihn viel mehr für seine Fähigkeit, immer und immer wieder, "mit tausend Freuden" das Gute an seiner neuen Situation zu entdecken. 
Und ich will auch zu jedem Menschen "Gott lohn Eure Freundschaft" sagen und es auch meinen. Selbstbetrug? Nein. Es ist tiefgehende, für den menschlichen  Verstand unbegreifliche Lebensweisheit - denn wenn diese meine innere Einstellung ist, dann kann mir kein Mensch schaden, egal wie wenig redlich seine Absichten sind. Gott ist derjenige der lohnt und jeder bekommt genau das, was er sich erhofft hat.

Hans ist kein Dummkopf. Sonst hätte ihn sein Meister nicht so hoch gelobt und mit einem Goldklumpen, der so groß wie sein Kopf war, belohnt. Auch hätte er ihn nicht für sieben Jahre in seiner Lehre behalten. Ob der erlernte Beruf er eines Goldschmiedes war? Wäre gut möglich. Warum hat er dann nicht sofort daran gedacht, dass sein Handwerk und der Goldklumpen ihm nützlich sein könnten? Er hatte es eilig, in seine Heimat, in das Haus seiner Mutter zurückzukehren. Erst als ihm der Scherenschleifer sagt, dass "das Handwerk einen güldenen Boden hat", erscheint es ihm als wünschenswert, völlig vergessend, dass er sein eigenes Handwerk hatte, das womöglich noch wertvoller war.

Habe ich es nicht genauso gemacht? Den Goldklumpen, den ich mit mir herumschleppte habe ich als eine zu große Bürde empfunden, eben weil ich noch nicht zu Hause angekommen war. Und in all diesen Jahren habe ich mein Handwerk vergessen und nach menschlichen Standarten vieles versäumt und viele unvorteilhafte Tausche gemacht. Und als ich von Hunger und Durst geplagt wurde, habe ich gejammert, wie Hans. Ich habe dieses und jenes versucht, um aus den jeweiligen Notsituationen herauszukommen und habe mich jedesmal beraten lassen von denen, die sich auszukennen schienen, weil es ihnen offensichtlich so gut ging.

Nur eines muss ich noch lernen, eines noch verstehen: Die Reise und das Angekommensein sind zeitgleich. Die eine schließt das andere nicht aus, denn am Leben sein bedeutet ständig auf der Reise sein und gleichzeitig ständig zu Hause sein.
Also will ich wie Hans weiterziehn und darüber nachdenken, wie mir doch alles nach dem Wunsch geht und wie "jede Verdrießlichkeit letzendlich wieder gut gemacht wird."

"Hans fing an, von seinem Glück zu erzählen, und wie er immer so vorteilhaft getauscht hätte."
Hans lud den Stein auf und ging mit vergnügtem Herzen weiter; seine Augen leuchteten vor Freude, "ich muß in einer Glückshaut geboren sein," rief er aus "alles, was ich wünsche, trifft mir ein, wie einem Sonntagskind."

Die meisten würden sagen, es ist Selbstbetrug. Aber eigentlich ist es der Schlüssel zum Glücklichsein und dadurch der Schlüssel zum wirklichen Vorteil. Und was ich darunter verstehe ist eine Situation, in der jeder Beteiligte im Vorteil ist. Jeder so, wie er es gerade braucht und wünscht. Und wie es seinem höchsten Ziel entspricht. Hans höchstes Ziel war, nach Hause zu kommen und sein Vorteil ist jedes Mal, dass ihm der Weg erleichtert wird, vom ersten Tausch bis zum letzten Vorfall am Brunnen. Ein Zufall, durch den er alles verliert, was aber für ihn im Moment genau das Richtige darstellt. 

"Hans, als er sie mit seinen Augen in die Tiefe hatte versinken sehen, sprang vor Freuden auf, kniete dann nieder und dankte Gott mit Tränen in den Augen, daß er ihm auch diese Gnade noch erwiesen und ihn auf eine so gute Art, und ohne daß er sich einen Vorwurf zu machen brauchte, von den schweren Steinen befreit hätte, die ihm allein noch hinderlich gewesen wären. 'So glücklich wie ich,' rief er aus, 'gibt es keinen Menschen unter der Sonne.' Mit leichtem Herzen und frei von aller Last sprang er nun fort, bis er daheim bei seiner Mutter war."

Das allerschönste an dieser Geschichte ist, das sie nicht zu Ende ist. Sie ist eher ein Anfang. Der Anfang eines neuen und glücklichen Lebens, daheim, bei der Mutter. Da wo alles, selbst das Unmögliche, möglich ist.

Friday, September 21, 2012

Die Guten ins Töpfchen...


Ich habe in meinem täglichen Leben mindestens zwei Menschen, die vorwiegend negativ sprechen.
Und bis heute war das meistens so, dass ich dabei saß und zuhörte und unglücklich war. Im Laufe der Zeit hatte ich schon alle möglichen Reaktionen.

Ich habe versucht, wegzulaufen. Ich habe versucht, sie darauf aufmerksam zu machen, dass es mir nicht gut tut. Ich habe versucht, innerlich meine Ohren zu schließen und an anderes zu denken. Manchmal war ich wütend und beleidigt darüber, dass ich mir so garstige Worte anhören musste, selbst wenn sie nicht auf mich bezogen waren. Doch gleichzeitig wusste ich ganz genau, wenn das in meiner Realität passiert, dann bin ich diejenige, die das verursacht hat. Und ich wusste auch, solange ich erwarte, dass der andere damit aufhört, um mich besser zu fühlen, ist das Problem nicht gelöst.
Also habe ich gestern ganz bewusst angefangen, auf die Worte zu achten, und sie innerlich zu sortieren, so wie ich das von Aschenputtel gelernt habe: Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen (allerdings nicht in mein Kröpfchen!)
Ich bin dagesessen wie immer und habe zugehört, doch diesmal war es für mich ganz anders.
Zum Beispiel bei dem Satz: „Die Menschen sind alle verdorben und verdienen es, ausgerottet zu werden. Hoffentlich kommen die Außerirdischen bald und machen alles platt!“
hatte ich ungefähr solche Gedanken:
„Die Menschen“ - oh, schönes Wort, ich liebe die Menschen! Die Menschen sind wunderbar!
„Verdorben“... nein, danke, brauche ich nicht.
„verdienen es“, oh, ja, es ist schön zu spüren, dass man etwas Gutes verdient, dass man würdig ist!
"Ausgerottet" … hmm, nein, danke, vielleicht wenn es sich um Unkraut handelt, aber ich hab ja eh keinen Garten... wäre es nicht wunderschön, einen eigenen Garten zu haben, auch wenn er noch so klein wäre...
Also, wie geht es weiter? „Hoffentlich“... ach ja, gutes Wort, ich mag es sehr...
„kommen“ - o ja! prima Wort! mit vielen interessanten Anwendungen!
„Die Außerirdischen“ - ja, ja, ja, mag ich sehr, nette Kerle!
„Bald“ - auch gut, hat einen Hauch von Vorfreude und Erwartung in sich!
„Machen“ - gutes Wort, es ist schön, „die Hände im Ton zu haben“, man fühlt sich so lebendig dabei!
„Alles“ - ja, mag ich! Ich will auch immer alles... alles lieben, alles umarmen und... alles ist gut!
„Platt“? - nein, danke, diesmal nicht.
Natürlich ging das alles viel schneller als ich es hier aufschreiben konnte. Es hat aber Riesenspaß gemacht. Und es hat mir über den Steg geholfen. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich nicht mehr unglücklich beim Zuhören. Und ich spüre ganz genau, etwas in mir hat sich verwandelt, diese Erfahrung des Zuhörens ist jetzt für mich auf einem ganz anderen Niveau.

Das Spieglein eines reinen Herzens


Ich bin ein Königskind
Ich bin schön und lieblich anzusehen
Ich habe ein gutmütiges, freundliches Herz
Ich bin artig und fromm
Ich kann sehen, was Augen nicht sehen und hören, was Ohren nicht hören
Ich habe mich entschieden, im Kreis der Jahreszeiten zu leben, wo ich all mein Lachen lachen kann und all meine Tränen weinen kann
Ich habe mir schon recht viele Zaubersprüche gemerkt
Ich bin mutig
Ich bin dem Ruf der Liebe gefolgt
Ich kenne den Weg zum Goldenen Königreich
Ich kenne den Ort an dem die Blume der Hoffnung wächst
Ich kenne die Sprache der Engel
Ich kann die Suppe kochen, die dem König am besten schmeckt
Ich kann Stroh zu Gold spinnen
Ich kann mich immer öfter daran erinnern, dass wir alle Zeit der Welt haben
Meine Tränen sind immer süßer als die Bitterkeit des Schicksals
Auf meinen Spuren sprießen Blumen

Unbekümmert



Ich werde heute fröhlich und unbekümmert sein - das Universum wird sich darum kümmern, dass mein Leben funktioniert.
Ich werde meine Lieblingsmusik hören - das Universum wird sich darum kümmern, dass meine Flügel wieder wachsen.
Ich werde mich ausschlafen - das Universum wird sich darum kümmern, dass Sonne, Mond und Erde weiterhin ihre Kreise ziehen.

Ich bin dankbar für das Märchen, das wie ein herrliches Blumenfeld auf meinen Spuren entsteht.

Ich bin dankbar dafür, dass ich spüre, wie neue, unverhoffte, unvorstellbare Wunder wie Blumenknospen auf meinem Wegesrand darauf warten, von mir wach geküsst zu werden.

Meine Kieselsteine



Meine Kieselsteine, die mir immer und immer wieder den Weg zurück nach Hause zeigen:

Das Leben ist so spannend und so schön!
Ich liebe es sehr, in meinem Märchen zu leben.
Es ist faszinierend zu entdecken, welche geheimnisvolle Zusammenhänge es im Leben gibt.
Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe (Khalil Gibran)
Wenn ich es schwer habe, dann gehört es dazu - so ist es in jedem Märchen.
Ich bin so dankbar für die Schönheit des Lebens.
Nichts und niemand kann meine Freiheit antasten.
Es ist schön, dass es mich gibt.

Das mächtigste Zauberwort

Es ist was es ist... das ist wahrhaftig das mächtigste Zauberwort, das ich kenne... es ist tatsächlich der Zugang zum Wunder. 

Wie einfach und doch wie unbegreiflich das ist!

Dieses Zauberwort hat die Macht, den Augenblick zu befreien und abzuschließen. 

Und jedes Abschließen verleiht den Zugang zum Raum aller Möglichkeiten. 

Dieses Zauberwort ist mächtig und wirksam, gerade deshalb, weil es eine Aussage der Liebe ist. 

Wenn ich es wirklich, von ganzem Herzen, aussprechen kann, dann bin ich in Berührung mit der einzigen Wirklichkeit, die es gibt. 

Wenn ich jetzt in einer Lage bin, die ich nicht begreife und die mich verwirrt, und wenn ich es schaffe, "es ist was es ist" zu sagen, und es auch zu meinen, dann bleibe ich in der Liebe und in dem Bereich, in dem jedes Wunder möglich ist. 

Das Faszinierendste ist, daß man es auch auf die Vergangenheit anwenden kann... Ich spreche das Zauberwort über einen Fehler der Vergangenheit aus und... siehe da... ich spüre Heilung und Befreiung. 

Und ich verstehe dann, daß es kein Fehler gewesen ist, sondern eben... das was es ist.

Friday, August 05, 2011

Stroh zu Gold spinnen


Wenn mir das Leben grad eine Ladung Stroh (statt der erhofften Gabe) zusendet, dann versuche ich, dieses Stroh zu Gold zu spinnen. Schnurr, schnurr, schnurr... dreimal gezogen und das geht so:

Das Stroh:
Ich bin unzufrieden, weil ich noch nicht so malen kann, wie ich das gerne möchte.

Die Goldfäden die ich daraus spinne:

1. Ich glaube, ich habe gute Voraussetzungen dafür.
2. Es heißt doch nicht umsonst, dass Übung den Meister macht!
3. Es ist mir schon passiert, dass ein wirklich gutes Bild entstanden ist.
4. Ich habe es auch in anderen Bereichen meines Lebens erlebt, dass ich durch Übung immer besser wurde.
5. Es muss ein herrliches Gefühl sein, ein Bild vor dem inneren Auge zu sehen und es dann malen zu können! Wäre es nicht wunderschön, das zu erleben.?
6. Wenn ich es mir vorstellen kann, dann ist es möglich!
7. Ich bin sehr dankbar dafür, dass dieses Handwerk für mich so erfüllend ist!
8. In der Unendlichkeit dieses Universums gibt es diese Bilder schon... ganze Gallerien voll von herrlichen Bildern... ist das nicht cool!!!
9. Es wird Spaß machen zu erleben, wie ich von Tag zu Tag immer besser werde!

Und schon ist die Spule voll!

Rumpelstilzchen braucht sich gar nicht mehr zu melden...

Allerleirauh



 Die Welt ist überflutet von Geld. Es gibt keinen Mangel an irgendetwas.
Also gut, ich glaube das. Ich glaube es mit meinem Verstand.
Ich werfe meine Haube über den Zaun, dann muss ich gehen und sie holen.

Wenn es keinen Mangel gibt, warum sehe und erfahre ich Mangel?
Wenn es keinen Mangel gibt, aber ich selbst Mangel erfahre, dann heißt es, dass ich diesen Mangel selbst erschaffe.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Welt von Geld überflutet ist, und dass nur ich den Mangel erfahre.
Es ist für mich nicht schwer, das zu glauben.
Dieses ist ein sehr vertrautes Gefühl - alle können es, nur ich nicht.

Aber auch das Gegenteil davon ist mir vertraut - es gibt Dinge, die ich gut kann, die ich ganz leicht und meisterhaft vollbringe.

Warum sind die Unterschiede so krass?
Wäre es nicht herrlich, wenn mir alles sofort bestens gelingen würde?

Ich kann mich erinnern, wie in der Kindheit ein Mädchen zu mir gesagt hat, ich würde immer mehr wollen. Jahrelang, jahrzehnte lang habe ich mich dafür sehr geschämt.
Und es ist schon mehr als einmal vorgekommen, dass Menschen die ich liebte, mir das vorgeworfen haben.
Dabei wusste ich immer in meinem Herzen, woher dieses "mehr" kommt und was es bedeutet.
Es war ein gutes "mehr", eigentlich eine Pforte zum Verzauberten Reich in dem alle Wünsche in Erfüllung gehen. Doch damals war ich nicht imstande, mein "mehr" zu verteidigen, nicht einmal in meinem Inneren.

Hat damals vielleicht dieser innere Krieg angefangen? Habe ich damals gelernt, Mangel zu erschaffen?

Erst als ich bei Abraham gehört habe, dass "Mehr" das Mantra des Universum ist, haben die inneren Kämpfe aufgehört. Ich habe mich zum ersten Mal in meinem Leben verstanden gefühlt. Und geliebt.
Bedingungslos geliebt.

Mein König, der mich bedingungslos liebt sagt zu mir:
"Du machst alles sehr gut, Allerleirauh.
Du kannst sowohl Überfluss als auch Mangel erschaffen, beides kannst du meistervoll tun.
Du mußt noch lernen, selbst zu wählen, was es ist, das du erschaffen möchtest.
Doch um frei wählen zu können, mußt du aufhören, dich dafür zu schämen, zu verurteilen und zu bestrafen, wenn du Mangel erschaffst.
Du musst lernen, dir selbst auf die Schulter zu klopfen und stolz auf dich zu sein. Erkenne die Vollkommenheit deiner Schöpfung, dann bist du frei, etwas neues zu wählen."

Hui... das hat sich gut angefühlt! Ich bin wieder in meinem Märchen und es geht mir gut!!!



Obwohl sie wusste, dass sie jederzeit willkommen war, fühlte sie sich eingeschüchtert. Sie betrat den prunkvollen Saal mit ganz kleinen Schritten und traute sich allmählich bis vor den riesigen Thron auf dem die Königin saß. Sie konnte sich wieder einmal nicht entscheiden, was es war, das sie so sehr beeindruckte, war es die unsagbare Schönheit oder die unbeschreibliche Güte der Königin? Sie fühlte ihr Herz wie wild klopfen und traute sich kaum aufzuschauen.
„Liebes, komm doch näher und schau mich doch an! Ich weiß, was Dich hierher bringt, ich kenne Deinen Herzenswunsch. Du weißt ganz genau wo Du hin willst, doch Du kennst den Weg nicht.“
„So ist es“, flüsterte sie. „Ich glaube, ich habe schon alles versucht. Doch bis jetzt habe ich gar nichts erreicht.“
„Eigentlich stimmt das nicht ganz“, antwortete die Königin und blickte sie so liebevoll an, dass sie fühlte, wie sie zusammenschmolz. „Du hast schon sehr viel erreicht. Das meiste hast Du schon erreicht, der Rest wird sich dann zur rechten Zeit offenbaren.“
„Was soll ich tun?“ fragte Allerleirauh.
„Genau das was du jetzt schon tust. Du musst schreiben. Und du musst dich darin üben, auf diese Weise zu leben. Du hast dir eine außergewöhnlich schwere und schöne Aufgabe ausgesucht. Du kannst aber nicht erwarten, sie auf Menschenart zu lösen. Darum musst du lernen zu vertrauen und die Helfer ihre Arbeit tun lassen.“
„Was ist es, das ich loslassen muss?“
„Du musst aufhören, dich zu sorgen. Du musst aufhören, alles im Voraus wissen zu wollen. Der Weg wird erst unter deinen Schritten entstehen.
„Was ist mein nächster Schritt?“
„Mach dich für den Aufbruch bereit. Und nun, meine Teure, lass dich von mir umarmen. Du machst alles schon sehr gut. Ich bin sehr stolz auf dich. Und komm mich bald wieder besuchen.“
Soviel Liebe konnte Allerleirauh kaum ertragen. Taumelnd vor Glück verließ sie den königlichen Saal. Sie fühlte sich so klein und gleichzeitig so groß. Wie sehr liebte sie ihr Leben und ihr Märchen!



Wednesday, August 02, 2006

Königliche Liebe

Lady Harmony, an all jene, die darin eine Bedeutung für sich finden können:

"Wir Königstöchter wissen genau, daß die Männer die wir lieben, die Könige unserer Herzen, sich von Zeit zu Zeit von uns loslösen müssen, um ihre Wege zu gehen – sei es auf die Jagd, sei es in den Krieg, oder um die Schätze zu suchen, die auf sie allein warten...
Obwohl wir manchmal das Gefühl haben, daß sie uns nicht mehr lieben, daß sie an uns vielleicht keinen Gefallen mehr haben, ist dem nicht so. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz ihres Wesens, das sie immer wieder in die Ferne treibt, und wenn wir das zulassen, dann ist es für sie möglich, auch immer wieder zu uns zurückzukehren.
Würden wir sie an uns festbinden und zurückhalten wollen, dann würden sie immer betrübter und unruhiger werden und sie würden, von Sehnsucht verzehrt, in unseren Armen verkümmern. Die Schätze würden für immer vergraben bleiben, der Goldene Hirsch würde nutzlos durch die Felder jagen und der Feind, gegen den der König nicht ausgezogen ist, würde letztendlich das Land erobern. Welch schwere Folgen das mit sich bringen würde, das können wir am Anfang gar nicht verstehen...
Es ist wohl am einfachsten zu verstehen, daß der König in den Krieg ziehen muß, wenn der Feind das Land bedroht. Würde Er den Kampf gegen seine eigenen Zweifel und Ängste nicht aufnehmen, dann würden diese Ihn schließlich besiegen und das ganze Königreich unserer Liebe wäre zerstört. Ist es wirklich das, was wir uns wünschen? Einen verwundeten oder sogar leblosen Mann in unseren Armen? Nur dann wäre Er wirklich in Gefahr, denn auf dem Schlachtfeld könnte Er zwar verwundet werden, doch würde Er immer siegreich heimkehren...
Ist der Mann, den unser Herz liebt, tatsächlich ein König, dann muß Er auf die Jagd gehen und dem Goldenen Hirsch nachsetzten, selbst wenn Er weiß, daß es Ihm nicht gegeben ist, dieses göttliche Tier auch zu fangen... Doch wie töricht wäre es, Ihm vorzuwerfen, daß Sein Jagen sinnlos ist! Es geht ja gar nicht um den Hirsch, sondern es geht darum, daß Er, der König, eben durch die Jagd nach Seinen höchsten Idealen, herausfindet, wer Er wirklich ist, daß Er Seine eigene Kühnheit, Seine eigene Tapferkeit und Seinen Starkmut erkennt und erlebt. Die Erfahrung der Jagd durch den geheimnisvollen Wald bereichert Seine Seele und jedes Mal, wenn Er heimkehrt, ist Er schöner, lebensfroher und gewiß auch sehnsüchtig, uns Seine neugeborene Männlichkeit zu schenken.
Der König unseres Herzens ist reich wie kein anderer, Seine Schatzkammern bersten von allen erdenklichen Schätzen. Doch dort draußen, im Herzen des Berges, oder auf dem Grunde des Meeres, oder zwischen den Dünen der Wüste liegen verborgene Schätze anderer Art... Darum wird Er es einfach nicht länger bei uns aushalten, Er wird sich auf den Weg machen, um nach diesen Schätzen zu suchen. Wenn wir verstehen, daß Er keinen größeren Wunsch hat als den, mit dem ersehnten Schatz zu uns zurückzukehren und ihn uns vor die Füße zu legen, dann werden wir Ihn am Gehen nicht hindern. Der Tag Seiner Rückkehr wird immer ein Tag unsagbarer Freude sein, ein Anlaß zum Feiern, zum Zelebrieren.
Unsere Aufgabe ist es, daheim zu bleiben und Ihn von ganzem Herzen ziehen zu lassen. Wir können Ihn nicht begleiten und wir sollten Ihn auch nicht durch unsere Tränen oder Vorwürfe aufhalten. Wir sollten Ihm vielmehr unseren liebevollen Segen schenken, unsere fröhliche Zuversicht als Begleiter, unser vollkommenes und liebevolles Vertrauen als Wegzehrung mitgeben. Dann wird Er leichten Herzens gehen können und die Vorfreude auf das Wiedersehen wird Ihm auf all Seinen Wegen leuchten.
Warum wir Ihn nicht begleiten können? Die Antwort ist ganz einfach, weil wir ein Kind erwarten... Im Reiche der Liebe sind wir, Königstöchter, immer werdende Mütter... Wir tragen unter dem Herzen die Frucht und die Verheißung unserer königlichen Liebe. Daher besteht unsere Aufgabe darin, daheim zu bleiben, den Garten zu pflegen, unsere Schönheit zu vermehren und die Frucht der Liebe in uns wachsen zu lassen.
Nun ist es aber so, daß manchmal gerade in der Abwesenheit des Geliebten, die böse Stiefmutter auftaucht. Sie ist nicht die rechte Mutter, sie ist nicht die wahre, bedingungslose, göttliche Liebe. Sie nennt sich Mutter, also Liebe, aber sie ist eine Stiefmutter, eine Ersatzliebe. Eine Liebe nach den Regeln der Welt, nicht nach der königlichen Ordnung. Sie ist voll Neid und Mißgunst, und sie will uns einreden, daß unser König uns eigentlich nicht liebt, sonst würde Er ja niemals gehen... Sie hat keinen anderen Gedanken als den der Trennung und ihr Ziel ist es, an unserer Stelle ihre eigene Tochter, die häßlich wie die Nacht und einäugig ist, zur Geliebten des Königs zu machen. Diese Tochter ist ein falsches Ich und selbst wenn ihre Mutter, die falsche Liebe, ihr durch Hexerei unser eigenes Ansehen verleihen kann, bleibt sie für immer einäugig. Denn ein falsches Ich hat niemals die Klarsicht und die Ganzheit unseres wahren Selbst...
Die böse Stiefmutter, die falsche Liebe, kommt also mit Strategien. Sie meint, es besser zu wissen, sie will uns lehren, wie wir die Liebe des Königs für immer gewinnen können. Das was sie anbietet scheint, auf ersten Blick, sehr nützlich zu sein, doch letztendlich wirkt es immer tödlich. Sind wir nicht imstande, die böse Stiefmutter rechtzeitig zu erkennen, selbst dann wenn sie die Gestalt der Kammerfrau annimmt, dann werden wir auf ihre Stimme hören und ihr zum Opfer fallen. Dann wird die falsche Königin, unser falsches Ich, an unserer Stelle im Bett liegen und auf den König warten. Die böse Hexe wird womöglich alles im Dunkeln und Verborgenen behalten wollen, damit der König nicht merke, daß die falsche Königin nur ein Auge hat. Dies lassen wir immer zu, wenn wir nicht gleich die Wahrheit sagen, über das Geschehene, über unsere Gefühle, wenn wir nicht ins Licht blicken wollen.
Und selbst wenn es soweit kommen sollte, daß die falsche Liebe den Platz der rechten Liebe einnimmt, ist die Rettung aus der Not und der Zugang zum Herzen des Königs immer die Liebe und Hingabe an das Kind, an die Frucht der Liebe. Wenn wir diesem königlichen Kinde treu bleiben, wenn wir es stillschweigend, ohne zu klagen, und mit aller Liebe und Sorgfalt pflegen, dann kann es sein, daß der König es merkt und sich dann vornimmt, selber bei dem Kind zu wachen, um nachzusehen, wer die nächtliche Besucherin Seiner Träume ist... Dann wird der Augenblick kommen, daß Er uns wieder erkennt und voller Freude zu uns sagt: „Du kannst niemand anders sein als meine liebe Frau!“ Und in dem Augenblick sind wir erlöst, wir erhalten unser Leben zurück und wir dürfen Ihm antworten: „Ja, ich bin Deine liebe Frau...“
Mag es auch noch so märchenhaft erscheinen, es ist immer möglich, daß wir unser Leben zurückbekommen, denn die Liebe ist immer stärker als der Tod.
Aber wäre es denn nicht besser, es gar nicht so weit kommen zu lassen, und wachsam zu sein, so daß die böse Stiefmutter uns gar nicht betören kann?
Selbst wenn unsere rechte Mutter, die wahre Liebe, nicht mehr bei uns ist, ist sie nicht für immer tot... wir, Königstöchter, sind berufen, durch die Liebe zu unseren Männern, selber zu Müttern, zu Trägerinnen der wahren, bedingungslosen Liebe zu werden."